Wildrose – Informationen und Tipps

von am 1. Juli 2015 in Pflanzen

Wildrose – Informationen und Tipps

Es ist leider schon viel zu lange her, dass ich hier zum Bloggen gekommen bin. Endlich habe ich wieder etwas Zeit gefunden und einen Beitrag zum Thema Wildrose geschrieben. Der Strauch der Hagebutten wächst jetzt wieder über sich hinaus. Was es beim Pflegen zu beachten gibt und welche Besonderheiten dieser schöne Strauch mit sich bringt, erfahrt ihr hier.

Wildrose und Hagebutten

Die Wildrose ist ein Strauch und wächst bei uns hauptsächlich an Weg- und Waldrändern. Aber auch in Gärten, wie zum Beispiel in meinem ; ), ist sie vertreten. In unseren Regionen handelt es sich meistens um die Art der Hundsrose. Der lockere Strauch kann bis zu drei Meter hoch werden. Wobei ich das fast bezweifle. Ich würde sogar sagen, die Wildrose kann sogar noch höher hinaus, wenn sie will.

Wir mussten unsere in den vergangen Jahren schon so oft schneiden, weil sie so extrem schnell und weit in die Höhe schießt. Sie wächst regelmäßig zu unseren Mitbewohnern hoch und leistet ihnen am Balkon Gesellschaft. Leider macht sie sich auch an der Sat-Schüssel breit, weshalb wir sie nicht ganz in Ruhe wachsen lassen können. Beim Recherchieren bin ich auch auf die Sorte „Rosa gigantea“ gestoßen. Sie ist eine Kletterrose und kommt in China sowie Indien vor. Sie kann bis zu 30 Meter hoch werden. Allderdings braucht sie dafür einen Baum, um an ihm hochzuwachsen. Es gibt generell viele verschiedene Sorten der Wildrose. Insgesamt sollen es rund 150 sein. Weitere bei uns beliebte Arten sind:

  • Essig-Rose
  • Feld-Rose
  • Chinesische Gold-Rose
  • Kartoffel-Rose
  • Apfel-Rose

Die Früchte der Wildrose sind die Hagebutten. Sie sind meist bekannter als die Pflanze selbst. Dank des dichten Strauchs bietet die Wildrose vielen Tieren einen wertvollen Lebensraum. In unserem Strauch machen es sich regelmäßig die Wildvögel gemütlich. Aber auch anderen Kleintieren bietet die Pflanze Schutz. Von den ungefüllten Blüten ernähren sich Wildbienen. Aber auch Insekten können sich daran satt essen. Wildrosen blühen von Mai bis Juni. Die Blüten können von weiß bis rosa alle Nuancen aufweisen. Auch gelbe Blüten kommen vor. Unsere Blüten sind leicht rosé. Ich habe aber auch schon leicht gelbliche an dem Strauch entdeckt.
Wildrosen-Bluete

Aus den hübschen Blüten entwickeln sich dann auch die Hagebutten.

Eigenschaften und Verwendung der Hagebutte

Die Hagebutten verfügen über eine rote, fleischige Schale. Sie ist reich an Vitaminen und sehr lecker. Sie wird zum Beispiel verwendet, um die feine Hagebutten-Marmelade herzustellen, mmmhhhh ich liebe diesen sanften und unwiderstehlichen Geschmack : ) Außerdem kann man daraus Tee, Likör und Fruchtwein machen.

Zudem spielen Hagebutten-Schalen in der Heilkunde eine Rolle. Erkältungen lassen sich mit Hagebutten-Schalen lindern. Doch nicht nur wir profitieren von den Hagebutten, die im Herbst gebildet werden. Auch unsere Wildvögel können sich davon ernähren. Was allerdings nicht gegessen werden kann, sind die kleinen Mini-Nüsschen im Inneren. Sobald man sie berührt, verspürt man einen unangenehmen Juckreiz. Das liegt an den kleinen Widerhaken und Härchen.

Schlafäpfel – Eine haarige Angelegenheit

Falls ihr an einer Wildrose einmal seltsame haarige Gebilde seht, die wie kleine Büschel aussehen und dessen Farbe von blassgelb sowie grünlich bis ins Rot reichen kann, das sind sogenannte Schlafäpfel. Zumindest wurden sie früher so bezeichnet. Meine Eltern kennen den Ausdruck auch noch. Ich konnte damit zunächst nichts anfangen. Die seltsame Bezeichnung entstand deshalb, weil man früher geglaubt hat, dass man mit diesen Büscheln Schlafstörungen mildern kann.

Diese Auswüchse entstehen durch ein Tier: Die Rosengallwespe. Sie legt ihre Eier in die Knospen der Wildrose, noch bevor sich diese öffnen. Aufgrund der Reaktion der Pflanze auf diese Ei-Ablage entwickeln sich diese Gallen, wie die Schlafäpfel auch genannt werden. In den haarigen Auswüchsen, welche maximal zehn Zentimeter Durchmesser erreichen können, haben bis zu 60 Larven Platz.

Wildrosen schneiden

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir beim Schneiden unserer Wildrose bisher überhaupt keine Gedanken gemacht habe. Ich schnibbel einfach drauf los, wenn es nötig wird und schneide den Strauch bei Bedarf zurecht. Wichtig war mir bisher immer nur, dass natürlich die starken Triebe möglichst stehen bleiben und der buschige Rest in Form gebracht wird. Das ist auch deshalb wichtig, weil die Blüten nur an vorjährigen und alten Trieben entstehen. Zu viel Schnitt schadet der Wildrose daher eher als es nützt.

Konzentriert euch wenn möglich nur auf braune und kranke Triebe. Alles andere könnt ihr lassen. Allerdings kann es sein, dass der Wuchs so stark ist, dass ihr schneiden müsst. So ist es auch bei mir. Ich versuche halt immer nur das nötigste abzuschneiden, damit wir noch ohne uns aufzukratzen an der Rose vorbeilaufen können. Ein sanfter Schnitt ist aber auch völlig ok. Er hält die Pflanze jung und sorgt für eine schöne Form. Wie hier hier sehen könnt, sieht unsere Wildrose nicht perfekt aus, aber das macht mir persönlich nichts. Sie dient uns als Sichtschutz und kleiner Schattenspender.

Wildrose-Schnitt

Tote Holzteile könnt ihr im Frühjahr abschneiden. Der Formschnitt sollte allerdings erst nach der Blüte im Spätsommer erfolgen. Wie ihr die Äste richtig abschneidet, könnt ihr meinem Beitrag zum Rosen schneiden entnehmen. Der schräge Schnitt wird im Idealfall einen halben Zentimeter über dem Auge angesetzt.

Beim Pflegen der Rosen solltet ihr Handschuhe tragen. Denn auch die Wildrose ist voller Dornen und kann euch ganz schön kratzen. Da Wildrosen zwischen Mai und Juli blühen, solltet ihr in dieser Zeit nur wenig schneiden. Sonst nehmt ihr den Bienen eine wichtige Nahrungsquelle.

Falls euch der Strauch nicht stört, könnt ihr ihn sogar mehrere Jahre nicht schneiden. Wildrosen sind nicht auf den Rückschnitt angewiesen, wie es bei den Kulturrosen der Fall ist. Die Natur mag es eben einfach : )

Das Schöne an Wildrosen ist, dass es sich um eine Urform von Rosen handelt und diese Pflanzen super pflegeleicht sind. Außerdem sind sie als Urform sehr robust und strapazierfähig. Ihr braucht daher keine Angst zu haben etwas falsch zu machen.

Vorteile von Wildrosen im Überblick:

  • robust
  • pflegeleicht
  • anpassungsfähig – keine besonderen Bodenansprüche
  • mag Sonne, braucht aber keinen speziellen Standort (umso mehr Sonne desto besser)
  • brauchen wenig Wasser
  • witterungsresistent
  • kein Dünger nötig (wer mag gibt etwas Komposterde an den Stock)

Wildrose-Wuchs

Print article

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen