Warum eine Unkraut Oase manchmal gemütlicher ist

von am 6. August 2012 in Gartengestaltung, Pflanzen, Pflege

Warum eine Unkraut Oase manchmal gemütlicher ist

Ein Garten zu haben, ist eine tolle Sache. Man kann an der frischen Luft essen, trinken und entspannen. Kinder können draußen spielen und herumtoben und auch für Haustiere bieten sich im Garten viele Bewegungsmöglichkeiten. Wer jedoch einen gepflegten Garten haben möchte, muss auch einiges dafür tun. Vieles an der Gartenarbeit macht auch Spaß, aber es gibt auch gewisse Dinge auf die glaube ich die meisten gerne verzichten würden.

Viele Gartenbesitzer werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass Unkraut nicht gerade die Schönste Sache der Welt ist. Unkraut entfernen kann ich zum Beispiel nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen. Aber es gehört eben auch dazu.

Gartenpflege ja, aber bitte mit Spaß

Außerdem bin ich dafür, dass man die Gartenpflege nicht zu genau nehmen und eine allzu penible Entfernung von jedem Mini-Grashalm vermeiden sollte. Ich habe meinen Blog ganz bewusst Unkraut-Oase genannt. Denn damit will ich sagen, dass ein zu perfekt gepflegter Garten nicht immer das Beste ist. Ich selbst bin ein sehr ordnungsliebender Mensch und habe viel Spaß an der Gartenarbeit. Aber ich bin auch der Meinung, dass man es nicht übertreiben sollte. Oft sieht ein Garten ansprechender aus, wenn er eben nicht perfekt ist. Die Natur ist schließlich auch nicht perfekt. Und etwas Wildwuchs kann da nicht schaden.

Kleintiere danken es uns

Viele Kleintiere, die in unseren heimischen Gärten zu Hause sind, freuen sich über etwas Laub und Gestrüpp. Natürlich muss das nicht direkt dort liegen wo man täglich isst oder sich mit Freunden unterhält. Aber eine kleine unordentliche Ecke in der ein paar Blumen frei Schnauze wachsen können, schadet nicht. Igel zum Beispiel fühlen sich in Unterholz und kleinen Unterschlüpfen sehr wohl. Auf perfektem Englischem Rasen wird man solche Tiere wohl kaum sehen. Ich selbst habe auch so eine Ecke wo Unkraut und alte Wurzeln ganz bewusst wachsen und liegen lasse. Dort fühlen sich auch schon Weinbergschnecken und weitere Kleintiere sehr wohl.

Geschmacksache

Natürlich ist Gartenpflege auch Geschmacksache. Jeder muss selbst wissen wie er seinen Garten gerne gestalten und pflegen möchte. Ich finde ein Garten sollte vor allem gemütlich sein und einigen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Damit das klappt ist eine zu gründliche Gartenpflege nicht angebracht. Damit Blumen und Pflanzen aber richtig wachsen und gedeihen können, ist eine gewisse Pflege natürlich ein Muss.

Unkraut verdrängen mit Rindenmulch

Ich selbst halte nicht so viel von diversen Spritzmittelchen und Unkraut Vernichter. Klar ist aber auch, dass es manchmal nicht anders geht. In meinem Garten habe ich bisher immer versucht dem Unkraut ohne irgendwelche Mittelchen den Kampf anzusagen. Dabei habe ich für mich Rindenmulch und Bodendecker entdeckt. Rindenmulch kann man einfach auf einem Blumenbeet über die normale Blumenerde verteilen. Der Rindenmulch verhindert das Unkraut Wachstum zwar nicht komplett, aber ich habe seitdem ich es benutze viel weniger Arbeit. Es wächst kaum Unkraut auf diesen Flächen und es sieht richtig gut aus.

Die Geheimwaffe: Bodendecker-Pflanzen

Die zweite Möglichkeit etwas gegen Unkraut zu tun, die ich ausprobiert habe, bieten Bodendecker. Bodendecker sind schöne Pflanzen, die sehr schnell wachsen und den Boden vollständig bedecken. An diesen Stellen hat Unkraut keine Chance mehr. Mit Bodendeckern kann man tolle Steinbeete gestalten und weniger schöne Flächen im Garten pflegeleicht bepflanzen. Die meisten Bodendecker brauchen kaum Pflege.

Ich hoffe ich konnte euch ein paar hilfreiche Tipps geben und wünsche viel Erfolg beim Gestalten eurer Unkraut-Oase!

Bildquelle: © Colette – Fotolia.com

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