Fette Henne Staude

von am 10. September 2013 in Pflanzen

Fette Henne Staude

Da die Staude namens Fette Henne in meinem Garten wächst, wollte ich diesem Bienen-Magnet einen Beitrag widmen. Denn die Pflanze gefällt nicht nur den Bienen. Auch ich bin von den schönen Blüten begeistert. Daher heute wichtige Infos zu dieser Staude

Der Name – Fette Henne

Ich muss zugeben, als ich den Namen zum ersten Mal hörte, war ich leicht verwirrt ; ) Aber gut, wie meistens hat auch dieser Name seine Herkunft. Denn er wurde dieser schönen Staude aufgrund ihrer dickfleischigen Blätter verliehen. Im Deutschen wird nicht nur der Name Fette Henne genutzt. Auch als Fetthenne, Hohe Fetthenne und Purpur-Fetthenne wird die Pflanze bezeichnet. Botanisch wäre der Name Sedum telephium korrekt. Die Fette Henne gehört zur Familie der Dickblattgewächse.

Soweit ich das beurteilen kann, handelt es sich bei meinem Exemplar hier um die Sorte Sedum Telephium-Hybride, was für „Herbstfreude“ steht. Und das könnte ja im schönen Monat September nicht besser passen! Seit einigen Wochen beginnt meine „Herbstfreude“ nämlich zu wachsen und von Tag zu Tag werden die Blüten größer und die Farbe intensiver.

Fette_Henne_Blueten

Eigenschaften der Fetthenne

Die Fette Hennen können bis zu 60 cm hoch werden. Aufgrund ihrer dicken Blätter und großen Blüten werden die Pflanzstengel sehr schwer. Ich habe meine Fetthenne erst gestern an einen stabilen Stab hochgebunden. Ansonsten fällt die Pflanze extrem auseinander und die Blüten hängen bald auf dem Boden.

Blüten

Wie ihr auf den Bildern schön erkennen könnt, sind die Blüten sehr buschig und üppig anzuschauen. Sie blühen in voller Pracht von September bis Oktober. Eine große Blüte besteht aus zahlreichen kleinen Blütensternen. Pro Stiel gibt es immer eine prachtvolle Blüte. Daher wird ein Stock auch ziemlich groß und schwer.

Bluete_Fette_Henne

 

Bienen lieben Fette Hennen, weil die Blüten voller Nektar sind. Ich beobachte das Geschehen gerne im Herbst, wenn dutzende Bienen herumschwirren und Nektar tanken ; ) Und gerade in Zeiten, wo der Bienenbestand leider zurück geht, sind solche Stauden umso wertvoller für die Natur! Wenn ihr also etwas Gutes tun wollt, pflanzt eine Fette Henne  🙂

Blätter 

Die Blätter sind oval und am Rand leicht gezackt. Sie sollten immer schön fest und fleischig sein. Die Farbe ist je nach Sorte ein bisschen unterschiedlich.

Blatt_Fette_Henne

Der ideale Standort

An  sonnigen bis halbschattigen Plätzen fühlt sich die Staude besonders wohl. Bei mir steht sie am Ende eines Beetes direkt in der Nachbarschaft zu unseren Erdbeeren. Bei der Suche nach einem Standort solltet ihr beachten, dass Bienen diese Pflanze lieben. Das heißt, dass rundherum viel Bienen-Betrieb ist ; ) An einem eurer Essplätze sollte die Staude daher nicht gerade stehen! Und auch nicht unbedingt am Kinderspielplatz. 

Aber in schön angelegten Steingärten macht sich sich gut und Beete vor warmen Südmauern können mit ihr ideal ergänzt werden. Sandige, neutrale bis leicht saure Böden werden zwar bevorzugt, aber ehrlich gesagt, wächst die Fette Henne fast überall. Sie ist eine sehr genügsame und anpassungsfähige Staude. Ich habe mir keinerlei Gedanken gemacht beim Pflanzen und trotzdem ist sie wunderschön geworden.

Die Pflege

Die Fette Henne ist sehr pflegeleicht. Man hat wirklich kaum Arbeit damit und darf sich den ganzen Herbst über wunderschöne Farben freuen! Lediglich vor dem Winter schneide ich die fertigen Blüten ab und entferne kaputte Teile. Die Stiele schneide ich aber erst im Frühjahr bis an den Boden ab, weil die Pflanze sogar im Winter bei Frost toll aussieht. Dieses Jahr überlege ich ob ich vielleicht sogar die Blüten stehen lassen. Mal sehen wie das bei Schnee wirkt! Vorausgesetzt das Ganze fällt dann nicht aufgrund des hohen Gewichtes vorher um ; )

 

Fette_Henne

Grundsätzlich ist die Fetthenne winterhart und hält auch extreme Winter durch. Gleichzeitig macht ihr Hitze und Trockenheit kaum etwas aus.

Teilen und vermehren

Alle paar Jahre könnt ihr die Pflanze zudem teilen. Denn sie wächst gut und irgendwann wird der Stock dann zu schwer und zu groß. Auch ich werde nächstes Jahr zum Spaten greifen. Vermehren ist immer im Frühjahr angesagt. Schneidet die Pflanze wie gewohnt im Frühjahr zurück. Dann teilt ihr das Wurzelgeflecht mit dem Spaten und pflanzt einen Teil um.

Fette Henne als Deko

Die Blüten, aber auch als Stiel komplett, eignen sich ideal zum Dekorieren. Da die Blütenpracht üppig ist, nehme ich regelmäßige einige ab und stelle sie in Vasen oder verwende sie für Blumensträuße.

Wenn ihr ein pflegeleichtes Beet anlegen wollt, ist die Fette Henne eine perfekte Ergänzung. Die Bienenwelt sagt Danke und ihr dürft euch auf wunderschöne Blüten freuen ; )

 

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