Bewässerungssysteme für den Garten

von am 31. Oktober 2014 in Pflege

Bewässerungssysteme für den Garten

Gießen macht zwar Spaß, aber es kann je nach Größe des Gartens auch sehr zeitaufwändig und mühsam sein. Mit einem Bewässerungssystem soll sich diese Gartenarbeit wesentlich komfortabler gestalten lassen. Im heutigen Beitrag will ich euch einen Einblick in das Thema gewähren. 

Lohnen sich Bewässerungsanlagen?

Unser Garten ist nicht gerade klein und im Sommer dauert es schon mal über eine Stunde bis ich fertig bin mit Gießen. Diese Arbeit macht mir zwar Spaß, aber sie kostet einfach jede Menge Zeit. Und nicht selten habe ich das Bewässern unserer Pflanzen vergessen. Das Ergebnis waren magere Ausbeuten beim Gemüseanbau und Blumen, die nicht gerade einen guten Eindruck machten. Hinzu kommt, dass unser Rasen in den letzten Jahren stark gelitten hat. Wir wohnen am Hang, sodass manche Stellen zuviel und manche zu wenig Wasser abbekommen. So gibt es ausgetrocknete Flecken auf dem Rasen und gleichzeitig total nasse Stellen mit viel Moos. Wir haben zwar versucht mit Gießkannen den Rasen zu retten, aber er sieht wirklich unschön aus.

Von Bekannten habe ich bereits letztes Jahr über die Möglichkeit erfahren Bewässerungsanlagen im privaten Bereich einzusetzen. Schon länger wollte ich mich über diese Form der Bewässerung und die Möglichkeiten dazu informieren. Und da nach dem Sommer bekanntlicherweise vor dem Sommer ist und momentan draußen wenig zu tun ist, hatte ich endlich etwas Zeit zum Recherchieren. Besonders interessierte mich die Frage, ob sich die Anschaffung von Bewässerungsanlagen für mich überhaupt lohnen würde.

Doch zunächst die Vorteile von Bewässerungssystemen im Überblick:

  • Der Wasserverbrauch lässt sich senken
  • Das Gießen kann zeitlich und mengenmäßig optimal auf den Bedarf von Pflanzen eingestellt werden
  • mehr Komfort
  • Zeitersparnis
  • optimierter Pflanzenwuchs
  • Bewässerung auch bei Abwesenheit (z.B. im Urlaub)

Rasen

Bewässerungssysteme zum effizienten Bewässern

Wer wie ich mit Gießkanne und Gartenschlauch gießt, meint es zwar gut, aber man merkt gar nicht, wie falsch man bewässert. Denn oft werden dadurch manche Pflanzen zu viel gegossen, andere wiederum erreicht das Wasser gar nicht. Denn obwohl man großzügig bewässert, ist es oft so, dass das Wasser die Wurzeln nicht erreicht. Das Wasser verteilt sich im Erdreich, aber kommt leider nicht dort an, wo wir es haben wollen. Mit speziellen Schläuchen, sogenannten Regnern und Verteiler-Systemen kann man dafür sorgen, dass kostbares Wasser effizienter eingesetzt wird. Derartige Schlauchsysteme werden durchdacht im Garten verlegt und stellen eine Art Bewässerungssystem dar. Sie geben Wasser tröpfenweise und auf den Bedarf der Pflanzen abgestimmt ab. Die Pflanzen sind in der Lage das langsam abgegebene Wasser besser aufzunehmen, wodurch Wasserverschwendung vermieden wird. Die Feuchtigkeit gelangt teilweise direkt ans Wurzelwerk. Teilweise ist von einer Wasserersparnis von bis zu 70 Prozent die Rede!

Moderne Systeme lassen sich individuell einstellen und praktisch nutzen. So kann man beispielsweise Dünger kontrolliert zuführen. Noch ein Punkt, der Erleichterung bringt. Auch hier wieder der Vorteil, dass die Bestandteile direkt am Wurzelwerk ankommen und dort aufgenommen werden. Dünger wird so nie wieder verschwendet. Praktisch sind Systeme, die den Einsatz von Regenwasser ermöglichen. Wer will schon teueres Trinkwasser nehmen, wenn Regenwasser kostenlos in Regentonnen gesammelt werden kann? Also ich nicht! Zumal wir das Regenwasser auch jetzt schon einsezten und sammeln. Allerdings muss man dann über die Anschaffung eines Filters nachdenken. Wie ich in einigen Foren gelesen habe, ist das nötig, um die Bewässerungssysteme vor Defekten zu schützen. Denn in Regentonnen sammeln sich viele Schmutzpartikel an, die sämtliche Düsen verstopfen. Nimmt man keinen Filter, kann es schnell passieren, dass man alle zuvor erlegten Schläuche wieder ausgraben bzw. entfernen muss, weil kein Wasser mehr durchkommt. Auch die Anschaffung von neuen Auffangbehältern für Regenwasser wird in der Regel nötig, weil sie über entsprechende Anschlüsse verfügen.

Regentonnen

Bei sehr kalkhaltigem Wasser kann es nach einer gewissen Zeit ebenfalls zu verstopften Sprühlöchern kommen. Dann müsst ihr entweder manuell reinigen oder eine Entkalkung durchführen. Zeitschaltuhren sind eine geniale Erfindung. Das zeigt sich auch bei der Gartenbewäserung. Wer eine Zeitschaltuhr einsetzt, muss an die Gartenbewässerung nie wieder einen Gedanken verschwenden. Zeitschaltuhren steuern das gesamte System und bewässern so wie ihr es wollt. Eine tolle Sache! So ist zum Beispiel gewährleistet, dass der Garten im Sommer nicht bei voller Mittagssonne bewässert wird, sondern abends oder morgens wenn es für die Pflanzen besser ist. Wie oft habe ich mittags gießen müssen, weil es zeitlich einfach nicht anders ging. Ich könnte wetten, dass die Hälfte des Wassers verschwendet war, weil es auf der heißen Erde einfach verdampfte… Mit einem Bewässerungssystem wäre das Wasser wahrscheinlich sinnvoller eingesetzt.

Lösungen zur vollständigen Bewässerung

Da ich nicht nur Beete und den Rasen anständig bewässern will, sondern auch Blumen in Töpfen, habe ich mich nach Systemen umgeschaut, die auch dafür eine Lösung bieten würden. Fündig geworden bin ich unter anderem bei der Firma Regenmeister. Dort gibt es Bewässerungssysteme für jeden Bedarf und die Webseite enthält weiterführende Informationen zum Thema, die vielleicht auch euch weiterhelfen. Mit verschiedenn Einzelkomponenten lässt sich ein System genau für den eigenen Garten zusammenstellen. Darunter Lösungen für die Bewässerung von Topfpflanzen.

Topfpflanze

Grundsätzlich finde ich persönlich Systeme mit praktischen Steck-Anschlüssen und flexiblen Einzelteilen am besten. ich habe mir einige Modelle von Bewässerungen angeschaut. Aber viele sind mir zu wenig variabel. Schließlich sollte man bedenken, dass man Beete ja auch mal ändert oder erweitert. Da ist es schon hilfreich, wenn sich die Bewässerung anpassen lässt. Je nach Pflanzen und Beeten würde ich passend dazu zu Schläuchen greifen, die sich vergraben oder auf der Erdoberfläche befestigen lassen. Mit Steckgabeln wird das einfach realisiert. Die Schläuche werden in den Beeten sinnvoll angeordnet, mit den Steckgabeln fixiert und schon kann es los gehen. Natürlcih sollten die Einzelteile am besten von einer Firma gekauft werden, da leider jedes Unternehmen seine eigenen Systeme hat.

Tipps zum Kauf

Beim Kauf von den Sprüh- und Tropfschläuchen ist ein Faktor wichtig: Der Wasserdruck. Die Schläuche benötigen einen gewissen Druck, damit die Bewässerung funktioniert. Beachtet daher die Angaben auf den Bewässerungssystemen und prüft, ob euer Wasserausgang diesen Druck liefert. Auch auf die Farbe der Schläuche würde ich achten, wenn ihr diese oberhalb der Erdoberfläche verlegt. Greift zu unauffälligen Farbtönen, damit das Gesamtbild eures Garten nicht ausschließlich von bunten Schläuchen geprägt ist. Generell müsst ihr bei den Verbindungsteilen auf hohe Qualität wert legen. Sind zum Beispiel die Dichtungen minderwertig, tritt unnötig Wasser an diesen Stellen aus. Das kostet Geld und verringert den Wasserdruck, was das Bewässerungsergebnis verschlechtert.

Wer die Gartenbewässerung noch effizienter gestalten will, sollte sich über Feuchtigkeitssensoren und spezielle Bewässerungsuhren informieren.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag einen groben Überblick über die Thematik verschaffen. Ich bin gespannt, was ich über den Winter noch so alles finde. Grundsätzlich würde ich sagen, dass sich die Anschaffung von Bewässerungssystemen unterm Strich lohnt. Klar muss man zunächst Zeit investieren, um alles zu kaufen und zu installieren. Wer aber wirklich wenig Zeit hat und dafür aber einen großen Garten, ist sicherlich gut bedient mit so einem System.

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