Bereit für den Garten – Planung mit Stift und Papier

von am 1. April 2014 in Gartengestaltung

Bereit für den Garten – Planung mit Stift und Papier

Gastartikel von Viktor Peters – Während für viele der Frühling rausgehen, Schaufel und Schubkarre schwingen bedeutet, fange ich gerne auf Papier an. Nein, es geht nicht um Winterfaulheit :-). Vielmehr dient die Planung mit Papier und Stift als Hilfe für die kommenden Arbeiten. Seht es euch an.

Mit dem Grundriss loslegen

Nimmt kariertes Papier zur Hand und beginnt euren Garten in einem halbwegs korrekten Maßstab aufzuzeichnen. Halbwegs, weil das Abmessen jedes Beets und jeder Fläche unnötig lange dauern würde. Macht ein Foto von der Skizze, um sie bei Bedarf wieder ausdrucken zu können.

Geht nun weiter und überlegt euch konkret, was ihr mit den jeweiligen Bereichen dieses Jahr machen wollt. Nehmt dafür einen neuen Zettel zur Hand. Eine gute Hilfe ist dabei ein Gartennotizbuch, das ich gerne dafür nutze.

Vom Ist- zum Traum-Zustand

Bei der Planung solltet ihr immer zwischen Ist-Zustand und dem gewünschten Zustand unterscheiden. So wäre es z.B. viel Arbeit, wenn ihr in einem Beet mit mehrjährigen Pflanzen neue Tulpen einsetzen wollt oder einen Steingarten einfügen. Sinnvoller wäre nur das Unkraut jäten und vielleicht das Verteilen von Mulch. Gliedert also jeden Bereich „Ist-Zustand“, „Traum-Zustand“ und „ToDo“. Der Zettel könnte dann später z.B. so aussehen:

Bereich

Ist-Zustand

Traum-Zustand

ToDo

Rasen Bewachsen, viel Unkraut und Moos Sauberer Rasen Vertikutieren, Düngen, Nachsähen
Blumenbeet Mehrjährige Pflanzen Sauber Bewachsen Unkraut jäten, Mulch verteilen
Blumenbeet 2 Pflanzen im Winter gestorben Lavendelfeld Erde säubern, Lavendelsamen kaufen

Ihr seht, durch das Aufteilen des Gartens wird Stück für Stück ein gegliedertes Projekt. Widmen wir uns jetzt dem praktischen Teil.

Aufgaben für den Garten setzen

Es ist schön und gut, wenn ihr wisst, was mit den Gartenflächen zu tun ist. Aber ihr braucht auch umsetzbare Aufgaben. Nehmt also die Einträge unter „ToDo“ aus eurer Liste und beginnt diese in umsetzbare Schritt-für-Schritt-Aufgaben zu gliedern.

Aus dem Vertikutieren könnte demnach „Vertikutierer bei Person X ausleihen, auf geeignetes Wetter warten, Vertikutieren, Samen nachsäen, Bewässern“ werden. Aus Unkraut jäten „Handschuhe nachkaufen, Unkraut jäten, Mulch verteilen“ werden. Setzt euch Aufgaben, bei denen ihr wisst, was zu tun ist. So behaltet ihr den Überblick, was gerade bei einem großen Garten mit mehreren Beeten wichtig ist. Kommen dann noch Hochbeete ins Spiel, wird die Planung noch vielfältiger.

Der Faktor Zeit

Das Problem beim Garten ist nicht die große Fläche oder die Vielfalt an Pflanzen und Gartengeräten, sondern vielmehr der festgelegte Zeitrhythmus. Sät ihr Samen zu spät, könnt ihr Blüten nicht mehr genießen. Habt ihr nicht rechtzeitig den Baum beschnitten, könnte dies das Wachstum stören und die Blüten für dieses Jahr ausfallen lassen.

Die Aufgaben solltet ihr daher nicht nur Aufteilen, sondern auch mit Terminen versehen. Nein, nicht so etwas wie „2. April: Rasen mähen“. Schafft vielmehr Zeiträume von 1-2 Wochen, in denen ihr Aufgaben erledigt haben wollt. So könnt ihr sicher sein, dass ihr euren Garten vom Frühling bis zum Herbst in seiner ganzen Vielfalt genießt.

Zum Autor

Über den Autor: Viktor ist Hobby-Gärtner und betreibt einen eigenen Blog unter Garden-Blog. Hier gibt er Tipps und berichtet von seinen Erfahrungen mit dem eigenen Garten.

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